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Die drei von der Tankstelle… Der Sprit kommt heute mit dem Traktor und der Pilot muss selbst mit anfassen. Es ist 03:30 Uhr am Morgen. Der Tankwart wird von uns unsanft von seinem aus drei Stühlen bestehenden Bett geweckt. Wir starten in den Sonnenaufgang über das Arabische Meer. Vorbei an Iran und Pakistan geht es nach Indien. Der Anflug auf den Militärflugplatz Agra (für den wir eigens eine Sondergenehmigung erhalten haben) ist recht „bockig“. Staub und Windscherungen bis 35 Knoten halten uns auf Trab. Hier erwartet uns schon ein bunt gemischtes „Empfangskomitee“ aus Militärs, Zöllnern, Tankwarten, Ground Handling Agenten und Zivilisten – wir sind eindeutig die Attraktion des Tages. Zu Glück haben wir Spritfilter und Handpumpe dabei, die hier bereitgestellten Gerätschaften gehören eher ins Museum – zumindest sollten sie einmal gereinigt werden. Nach zwei Stunden in 45°C ist das Flugzeug betankt und wir verlassen den schwer bewachten Flughafen. Vom wohl geordneten und sauberen Oman geraten wir in eine völlig chaotische Welt: bunte Tuktuks (Roller mit Blechkarosse für jegliche Art von Transport) drängen sich wie Käfer in jede freie Lücke, dazwischen Motorradfahrer, Ochsenkarren, Fahrräder, Fußgänger, Kühe, Handkarren, Hunde, Kamele, LKWs und Autos. Am Straßenrand jede Menge Kleingewerbe, Essensstände, Handwerk, u.a. auch Kuhfladensammler (diese werden getrocknet als Brennstoff verkauft). Schon beim Anblick sehnen wir uns nach einer Dusche. 06:00 Uhr am Morgen – wir haben ja inzwischen gelernt, dass es besser ist der Hitze und den 5000 anderen Touristen etwas aus dem Weg zu gehen – stehen wir vor dem schönsten Gebäude der Welt, dem Taj Mahal. Eine 300 Jahre alte architektonische Meisterleistung aus Marmor. Es gibt immer wieder beeindruckende Momente im Leben. 05:00 Uhr am nächsten Tag geht es auf zum „nur“ 200 Kilometer entfernten Neu Delhi. Wer zuckt hat schon verloren! Trotz Highway und Toll gibt es die Vollausstattung inklusive Kühe, Fußgänger, …. und Gegenverkehr auf allen Fahrbahnen. Es kommen uns zwischenzeitlich Zweifel, wer der Geisterfahrer ist. Viereinhalb Stunden später erreichen wir unser Ziel. Unser Fahrer meint lapidar dazu: „What you need in India is: Good Breaks, good horn and good luck!”.
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