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Flightdetails

Departure: CYFB
T/O Time: 1557Z
METAR: 140/06KT 30SM BKN062 A2993

ARRIVAL: BGSF
LDG Time: 1917Z
METAR: 110/07KT 10KM FEW050 SCT060 18/4 Q1010 TL90

GC Dist.: 485 NM
Dist. Flown: 485 NM
TOTAL Time: 0320

Kangerlussuaq


N67°01,0‘ W50°41,4‘ – nördlich des Polarkreises: heute steht der nördlichste Punkt auf unserer Reise um den Globus auf dem Programm. Für diese Flugstrecke können wir wieder auf die bewährte Wetterberatung des DWD Teams in Hamburg zurück greifen.

Nachdem sich am Morgen eine unvorhergesehene Verzögerung ergeben hat, rollen wir mit 3 Stunden Verspätung zum Holding Point A der RW 17. Der Tower meldet sich und fragt nach, ob wir tatsächlich jetzt noch nach Kangerlussuaq fliegen wollen. Bei der geplanten Flugzeit würde uns eine „Panalty“ von 1000 US$ für die 15 Minuten drohen, die wir nach der offiziellen Öffnungszeit landen würden (16:45 Uhr Lokalzeit in der Woche auf einem internationalen Flughafen!). Wir rollen zum Vorfeld zurück; Verhandlung mit dem Flughafen in Kangerlussuaq. Es bleibt bei der „Sondergebühr“, aber wir bekommen einen Discount auf „nur“ 675 US$.

Der Flug nach BGSF, ehemals Sondrestrom, verläuft problemfrei. Selbst die Funkverbindung zu den Radarlotsen im Montreal Center und später in Sondrestrom ist einwandfrei. Sicherheitshalber hatten wir wieder bei AIS in Langen um Unterstützung bei der Übermittlung von Positionsmeldungen per Satteliten-Telefon nachgefragt, sollte es unterwegs Probleme geben. Der Flughafen in Kangerlussuaq ist eine ehemalige Militärbasis der Amerikaner aus den 40-er Jahren. Auch heute wird dieser Platz noch teilweise militärisch genutzt.
Natürlich hatten wir bei der angedrohten „Penalty“ erwartet, dass wir auf eine eigens für dagebliebene Bodenmannschaft stoßen würden. Weit gefehlt: der Flugplatz hat normale Betriebsstärke. Das führt aber nicht zur Reduzierung unserer „Penalty“ – uns wird lapidar mitgeteilt, dass hier jeder zahlen muss, der außerhalb der Betriebszeiten landet oder startet. Scheint ein ertragreiches Geschäftsmodell zu sein…

Der Fjord, der nach Kangerlussuaq führt, ist 170 km lang. Damit liegt der Ort im grönländischen Inland. Es gibt nur wenige Orte dieser Art, die dadurch als Ausgangspunkt für Tagestouren und Expeditionen zum Ice Cap geeignet sind. Das „Ewige Eis“ bedeckt 80% der größten Insel der Welt. Der Weg dorthin führt an klaren Bergseen vorbei mitten durch die arktische Wüste. Auf einer dieser Touren entdecken wir das Wrack einer T33 aus dem Jahr 1968. Das tragische Ende einer „Dienstreise“, das wegen ausgefallener Flughafenbeleuchtung in der Nacht zum Totalschaden führte. Der Pilot blieb unverletzt indem er Schleudersitz nutzte, um die vollkommen leer geflogene Maschine zu rechtzeitig zu verlassen.

In Kangerlussuaq spielt sich das Leben rund um den Flugplatz ab. Nach einem unfreiwilligen Aufenthalt von zwei Tagen (einer wegen Wetter, ein weiterer zur Vermeidung einer erneuten 1000$ Penalty für Flüge am Sonntag) freuen wir uns nun auf die „Großstadt“ Reykjavik.