Please update your Browser, this page is optimized for Firefox and Internet Explorer 8
click to remove this message!

Flightdetails

Departure: CYHU
T/O Time: 1400Z
METAR: 270/06KT 8SM BKN065 BKN110 17 A2993 RW24R

ARRIVAL: CYGL
LDG Time: 1754Z
METAR: 260/16KT 4SM OVC006 -SHRA A2954

GC Dist.: 520 NM
Dist. Flown: 535 NM
TOTAL Time: 0354

La Grande Riviere


Schon bei der Ankunft in Montreal/St. Hubert war der Empfang durch das ESSO FBO äußerst freundlich. Ein erstauntes Service Team stand um unseren Flieger und wollte gleich viele Details zu unserer langen Reise wissen.
Die Abwicklung heute früh geht trotz Sonntagmorgen zügig. Kennt man die Verhältnisse in Europa, so ist der gebotene Service in Kanada und den USA durch die meist kleinen FBO Betriebe einfach sensationell. Neben Tankservice stehen einem komfortable Piloten-Briefing Räume zur Verfügung – und der Kaffee am Morgen ist natürlich frisch gebraut und kostenfrei. Die AVGAS Preise sind dabei nicht einmal nur halb so teuer, wie in Europa.

Der Abflug auf der 24L in St. Hubert führt uns mittels Vektorführung durch Departure Control direkt an der City von Montreal, seiner F1 Strecke und dem 1976er Olympia Gelände vorbei. Wie bei den meisten kleineren IFR Flugplätzen gibt es auch hier keine komplizierte SID (Standard Instrument Departure) Route, sondern nur die Vorgabe einen bestimmten Kurs bis zu einer vorgegebenen Höhe zu steigen. Alles weitere regelt dann ATC (Air Traffic Control) mittels Radarvektoren.

Leider führt unser Flug nach La Grande Riviere größtenteils über geschlossene Wolken bzw. komplett durch die Wolken. So bleibt der Blick auf die unberührte Natur Nordkanadas und dessen ausgedehnter Seenlandschaften meist für uns verborgen. Nachdem die Vögel morgens am Flughafen aufgrund des schlechten Wetters noch zu Fuß gehen mussten, hat sich die Wolkenuntergrenze bei unserem RNAV Approach immerhin auf 600 ft im Regen angehoben. Der Anflug erfolgt komplett „unkontrolliert“. Auf einer Traffic Frequenz meldet man dem restlichen Verkehr seine jeweilige Position. Dem Flugplatz teilt man auf der „Radio“ Frequenz seine Absichten mit – das war’s.

Der Platz La Grande Riviere dient uns als Zwischenstopp für unsere Weiterreise nach Iqaluit. Angesichts der winzigen Ortschaft finden wir die perfekte Infrastruktur an diesem Platz erstaunlich. AVGAS ist reichlich an der Tankstelle vorhanden und die Preise sind trotz der entlegenen Lage nicht viel höher, als andernorts in Kanada.
Anders die Taxipreise: Eines der drei ortsansässigen Taxis bringt für ein astronomisches Entgelt zum Hotel.

Nicht nur durch das Wetter fühlen wir uns an Sibirien erinnert. Auch die Landschaft bezeichnet man hier als Taiga. So ist es nicht verwunderlich, dass sich hierher außer zur Karibu-Jagd im Winter niemand verirrt.