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Flightdetails

Departure: RJEC
T/O Time: 0110Z
METAR: RW34 WIND CALM 9999 Q1009

ARRIVAL: UHPP
LDG Time: 0714Z
METAR: 200/04MPS 9999 SHRA BKN800M CB 11 QFE 992 ILS34

GC Dist.: 851 NM
Dist. Flown: 944 NM
TOTAL Time: 0604

Petropavslovsk-Kamchatsky


Der Tag beginnt gleich mit mehreren bösen Überraschungen. Übernacht hat die russische Flugsicherung unsere zuvor genehmigte Flugroute entlang der Kurilen geändert. Wir müssen nun viel weiter nordwestlich fliegen und das heißt: fünf Stunden über 10°C kaltem Wasser im Single Engine Flugzeug. Unsere Überlebens- mit Thermoanzügen plus Rettungsinsel auf der Sitzreihe vorn machen das Leben im Cockpit selbst für ein Ehepaar ungemütlich eng. Hinzu kommt, dass die Wetterprognose am Morgen schlechter ist als noch am Vorabend erwartet. Auf dieser Strecke kommt nun auch der von Röder Präzision eingebaute und vom Luftfahrtbundesamt genehmigte Ferry Tank zum Einsatz, da wir zwar in Petropavlovsk landen, dort aber kein AVGAS tanken können.

Keine Straße, keine Eisenbahn führt nach Petropavlovsk. Nur mit dem Frachtschiff oder eben mit dem Flugzeug ist dieser Ort zu erreichen.
1740 von Vitus Bering gegründet, benannt nach seinen Schiffen St. Peter und Paul, hat er bis heute eine große strategische Bedeutung. Von keinem Punkt in Kamtchatsky kann man den Horizont erblicken. Es liegt mitten in einer aktiven Vulkanlandschaft. Der höchste Vulkan misst beachtliche 4750 Meter.

Wir beschließen eine Wanderung an den nur 40 km entfernten Awatscha Vulkan. Verkehrsberuhigende Maßnahmen braucht man hier nicht. Spätestens alle drei Meter – meistens früher- folgt ein Schlagloch, dass diesen Namen wirklich verdient. So brauchen wir 1,5 Stunden bis zum Fuß des Vulkan mit dem 4W Drive. Entlang eines ehemaligen Lavastroms machen wir uns auf die Bergwanderung. Nach der anstrengenden Kletterei über Geröll müssen wir schon bald durch den Schnee stapfen, um zum Wasserfall zu gelangen. Da es in Kamschatsky mehr Unfälle mit Bären als mit Fahrzeugen zu beklagen gibt, sind wir am Ende froh keinen gesehen zu haben. Diese Landschaft allerdings ist einmalig und bleibt unvergessen.