|
Der Start in Kuala Lumpur Subang erfolgt auf der RW15. Leider ist unsere Steigleistung bei hohen Temperaturen und extrem hoher Luftfeuchtigkeit deutlich reduziert. Der Controller leitet uns deshalb weiter westlich an dem internationalen Flughafen Kuala Lumpur Sepang vorbei. Dann endlich 02:17:37 UTC: unser GNS530 zeigt S00°00,03‘ E104°30,50‘. Wir sind südlich Singapur auf der Südhalbkugel angekommen!
Dank Ismail Ashaari sind wir in ein Südostasiatisches „Fliegernetzwerk“ aufgenommen. Die wichtigsten Mitgliedern des Indonesischen Luftsportverbandes (Philip H. Soelistio, Chepy R. Nasution, Purnardi Djojosudirdjo, Nurochman Pudjo Basuki) erwarten uns bereits am Flughafen. Auch in Indonesien wird uns die Einreise, wider Erwarten, sehr leicht gemacht: das Hotel ist gebucht, es folgen Einladungen zu Lunch und Dinner und natürlich darf der Besuch des „Heimatflugplatzes“ des Luftsportverbandes nicht fehlen. Für den Abreisetag am Sonntag ist ein Zeitungsinterview avisiert.
Wirklich bewundernswert, wie es der hiesige Luftsportverband schafft, mit nur wenigen Privatpiloten die Verbandsarbeit mit Nachwuchsförderung und aktiver Unterstützung für in- und ausländische Piloten auf die Beine zu stellen. AVGAS zu bekommen ist aller Orten in Indonesien ein großes Problem, weshalb viele Piloten auf UL oder Kit Flugzeuge ausweichen. Diese gibt es dafür dann in allen erdenklichen Varianten: von High Speed bis Wasserflugzeug für’s Insel-Hopping (wozu die vielen Inseln förmlich einladen). Wir lernen die Indonesisch/Chinesische Küche kennen. Be adventures: auf die Frage, was wir gerade essen erhalten wir die Antwort: „Frosch“. Weitere Fragen verkneifen wir uns… In Jakarta heißt die Hürde, die wir nehmen müssen, Sight Seeging Tour. Die Preise haben sich bei unserem Anruf plötzlich Übernacht verdreifacht. Angeblich hat man seit 3 Jahren vergessen, die Preisliste zu aktualisieren.
Indonesien besteht aus 17000 Inseln mit über 400 ethnischen Gruppen, Sprachen und allein sechs staatlich anerkannten Religionen. Jakarka präsentiert sich uns als Schmelztiegel all dessen. Nachts werden wir mit fast 100 km/h durch die Stadt gefahren. Kein Witz: in Indonesien gibt es innerorts keine allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung.
Schon wieder heißt es Abschied nehmen: „Die essen keinen Frosch“ amüsiert man sich und lädt uns zum Abschied in ein Restaurant mit Speisen für den westlichen Gaumen ein. Wir haben viel Spaß an diesem Abend. Ganz nebenbei werden für uns an diesem Abend die Weichen für unsere weitere Reise nach Bali und für die Rückkehr nach Indonesien (Anfang Juni auf dem Weg nach Manila/Philippinen werden wir Balikpapan besuchen) gestellt. Unsere neuen Freunde aktivieren den Ground Handling Agenten und Kollegen entlang der Strecke, sollten wir Probleme bekommen. Die Hilfsbereitschaft unter Piloten ist auch in diesem Land wirklich beispielhaft.
|