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Flightdetails

Departure: YSBK
T/O Time: 2340Z
METAR: RW29R APP/DEP RW29C VAR5KT CAVOK 17 Q1003

ARRIVAL: YBTL
LDG Time: 0546Z
METAR: RW19 200/15 CAVOK 27 Q1012

GC Dist.: 909 NM
Dist. Flown: 911 NM
TOTAL Time: 0606

Townsville


Den Flug von Sydney nach Townsville hatten wir vollkommen anders geplant. Die Route sollte eigentlich an der Ostküste Australiens an Brisbane und Rockhampton vorbei nach Townsvlle führen. Ein kräftiges Herbsttief südlich Sydneys durchkreuzt diesen Plan vollends. Die Luftmassen drehen sich (anders als auf der Nordhalbkugel) rechts um das Tiefdruckgebiet herum.  Wir wären bei der ursprünglichen Route somit zunächst mit einer nur leichten Rückenwindkomponente gestartet – hätten dann aber auf dem Weg von Rockhampton nach Townsville bis zu 85 KT Gegenwind einzuplanen gehabt. Wir haben uns daher für den direkten Weg von Sydney nach Townsville entschieden, zumal die Küste größtenteils an diesem Sonntag unter Wolken verborgen ist.

In Townsville steht nun der zweite Check für unser Flugzeug an: die 100 Stunden Kontrolle. Mit 99:45 seit der letzen 100 Stunden Kontrolle haben wir eine Punktlandung hingelegt.  Dank der Genehmigung, die das Luftfahrbundesamt uns freundlicher Weise eigens für unsere Weltumrundung erteilt hat, können wir den Check in Australien bei der Firma Steven Hegarty durchführen, ein von CESSNA autorisiertes Service Unternehmen. Steven ist eigens am Sonntag zum Flugplatz gekommen, um uns zu empfangen. Er hat ein freundliches Team mit routinierten Service Technikern in seiner Firma. Bislang hat unsere D-ESAY die Tour sehr gut überstanden und die Freigabe zum Betrieb kann für den Weiterflug erteilt werden.


Technik und Organisation stehen zwar diesmal im Vordergrund, doch Townsville ist auch das Tor zum Great Barrier Reef. In „nur 3 Stunden“ gelangen wir mit dem Boot zum Wheeler Reef. Das 6000 Jahre alte Riff geherbergt eine kaum vorstellbare Artenvielfalt: riesige, bis zu 2 Meter große Venusmuscheln, Korallen und Fische in Farben und Formen, wie man sie bunter und fröhlicher nicht erfinden könnte. Ein Paradies für Taucher, wenn nicht die Feuerqualle wäre, wie Hans-Jürgen schmerzhaft beim Tauchgang feststellen muss. Der Hai, der plötzlich vor Wilma unter Wasser auftaucht sorgt für reichlich Nervenkitzel.
Da findet der „Originalforsch“ Australiens schon eher unsere Sympathie. Er befindet sich im Zentrum des Mückenschwarms – bei uns auf der Gartenbank.
Einen freilebenden Koala zu finden, erfordert etwas mehr Anstrengung. Bei einer Wanderung auf Magnetic Island gelingt auch das schließlich.

Wie sooft hat man in den witzigsten Momenten die Kamera leider nicht zur Hand: die „Kakadu Bar“ befindet sich auf dem Golfplatz direkt unter dem Mangobaum. Ca. 20 Vögel laben sich an den vergorenen Früchten. Gewisse Laster machen auch vor der Tierwelt nicht Halt.     

 
Datum Ziel