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Flightdetails

Departure: WADD
T/O Time: 2303Z
METAR: RW09 CALM 10KM SCT015 26/25 Q1006

ARRIVAL: YBRM
LDG Time: RNAV10 040/10KT CAVOK 34/4 Q1009
METAR: 0448Z

GC Dist.: 689 NM
Dist. Flown: 964 NM
TOTAL Time: 0545

Broome


Heute steht ein wichtiger Flug an: wir wollen den Sprung nach Australien angehen. Die Ground Handling Agenten sind genau zum vereinbarten Termin um 05:30 an der Hotelrezeption. Die errechnete Flugdauer nach Broome, Australien liegt zwar deutlich unterhalb der max. Endurance – unser Alternate (dieser muss gemäß den australischen Vorschriften ebenfalls ein „Port of Entry“ also ein Zollflughafen sein) liegt aber nochmals knapp 2 Flugstunden von Broome entfernt.
Gleich bei Ankunft zu tanken hat zwar den Vorteil alles für den Abflugtag vorbereitet zu haben und somit keine Überraschungen zu erleben. Für Bali ist diese Überlegung aber nicht von großem Wert. In der segenden Sonne hat sich ein Teil des teuren Treibstoffs über die Ventile auf dem Beton des Vorfelds verteilt. Die Restmengen aus den Fässern müssen wir jetzt mit einem Eimer nachfüllen, um wirklich bis zum Rand voll betankt losfliegen zu können.


Die hohe Luftfeuchtigkeit und -temperatur lassen den Steigflug zu einer echten Geduldsprobe werden. Die Approach Controllerin lässt sich mit noch so vielen Requests nach Abkürzungen nicht erweichen. Wir müssen der vorgegeben Flugplanstrecke zunächst folgen. Somit geht es recht nah an den Vulkanen der kleinen Sunda Inseln vorbei hinaus auf den indischen Ozean. Vor uns liegen ca. 3 Stunden Flug über das offene Meer.  
Zur Sicherheit haben wir wieder mit Oberstabsbootsmann Reinhard Lill vom Marinegeschwader Nordholz  per Skype Kontakt aufgenommen. Herr Lill hatte uns bei schwierigen Passagen seine Unterstützung zugesagt. Er ist derzeit in der internationalen SAR Zentrale in Florida tätig und verfolgt unsere Flugbewegungen von dort. Im Ernstfall eine überlebenswichtige Hilfe von unschätzbarem Wert.


Die Navigation stellt bei einem funktionierenden GPS kein Problem dar. Schwieriger ist die Kommunikation. Bis zur FIR Grenze von Pangnang (ca. 1 Flugstunde von Sumba entfernt ist die Verständigung mit dem indonesischen Radarlotsen hervorragend. Er gibt uns dann noch die HF Frequenz der australischen Kollegen und will uns eigentlich loswerden. Wir teilen ihm mit, dass wir nur mit VHF ausgestattet unterwegs sind (gemäß AIP ausreichend). Wir bekommen die Auskunft, dass uns Brisbane Centre erst ca. 120NM vor der australischen Küste auf VHF empfangen kann. An diesen Fall hatten wir gedacht und bereits gestern mit der DFS in Frankfurt Kontakt aufgenommen. DFS hatte sich freundlicher Weise bereit erklärt, unsere Positionsmeldungen über Satellitentelefon entgegenzunehmen und an die australischen Kollegen weiter zu leiten.
Der Plan funktioniert. Der Empfang unseres Satellitentelefons ist hervorragend und die Verständigung über Headset mit der freundlichen DFS Mitarbeiterin klappt ohne Probleme. Sie leitet zwei unserer Positionsmeldungen weiter: ein gutes Gefühl nicht ganz ohne Kontakt auf offener See unterwegs zu sein.  Ca. 140NM vor Erreichen Australiens steht dann die konventionelle Kommunikation mit Brisbane Centre wieder. Der Lotse ist über unsere derzeitige Position bestens informiert und erwartet  uns bereits.


… wie gut, endlich Australien in Sichtweite zu haben.


In Broome gelandet, haben wir das Desinsektionsmittel (ein freundliches Geschenk der Lufthansa) schon bereit. Unter der Aufsicht der sichtlich amüsierten Zoll- und Quarantänebeamten „nebeln“ wir uns vorschriftsgemäß ein (in Australien für alle ankommenden Flugzeuge Pflicht). Sobald man davon ausgeht, dass alle blinden Passagiere das Zeitliche gesegnet haben, dürfen wir auch die Tür öffnen. Die weitere Einreise erfolgt vollkommen unbürokratisch, nicht einmal unsre zuvor beantragen eVisitor Visa werden verlangt. Dann stehen wir allein auf dem Vorfeld - in Australien haben wir keine Handling Agenten beauftragt.
„No worries“ , der Tankwart erklärt, dass er das Flugzeug irgendwann in den nächsten Tagen auftanken und die Abrechnung unter der Cowling verstecken wird. Er gibt uns den Code der Sicherheitstüren des Flughafens und wir gelangen in eine Bretterbude, genannt General Aviation Terminal. Kein Mensch weit und breit – aber ein Schild mit der Nummer des hiesigen Taxiunternehmens.


30°C, kaum Luftfeuchtigkeit und raue Herzlichkeit machen uns diesen Ort angenehm. Der Besuch der Willie Creek Pearl Farm findet nur statt, weil der Weg dorthin mit den 4Wheel Drive durch den australischen Busch zu bewältigen ist.     

 
Datum Ziel