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Gleich der 2. Flug droht zu scheitern. Zwischen Athen und Kairo liegt ein Schlechtwettergebiet infolge einer aktiven Warmfront. Eingelagerte CBs mit starker Vereisung und heftigen Turbulenzen stellen sich genau in unserer geplanten Flughöhe in den Weg und wollen auch in den nächsten Tagen nicht recht verschwinden. Der Wetter-Briefer in Athen macht uns vor Montag keine Hoffnung. Also kommen wir auf das Angebot des DWD in Hamburg zurück und lassen uns von Herrn Hoffman eine Alternative vorschlagen. Statt direkt über Kreta mit allen Schwierigkeiten fliegen wir jetzt etwas weiter östlich an der türkischen Küste und Zypern vorbei Richtung Kairo. Zwar herrscht großenteils Nullsicht, aber der Flug verläuft ohne Probleme. Allerdings haben Sardinen in ihrer Büchse weitaus mehr Platz als wir in unseren Rettungsanzügen inkl. Wärmeschutzkleidung und Schwimmwesten mit zwischen uns eingeklemmter Rettungsinsel. Kurz vor Kairo ist akrobatisches Talent gefragt: Rettungsinsel nach hinten wuchten, 3 Schichten Rettungskleidung durch Jeans und Hemd ersetzen und das auf engstem Raum. Zum Glück fliegen wir nach Instrumentenflugregeln, denn Smog und Sand trüben die Sicht so stark ein, dass die Landebahn erst im letzten Augenblick vor uns auftaucht. Interessant wird der Anflug durch den in „Schnellsprech – Arabenglish“ ausgebildete Approach Controller, der uns souverän auf den ILS zur 23 rechts führt.
36 Grad, Sand, Abgase und Hupen, Hupen, Hupen, so geht es zu den Pyramiden. Aus 2 macht 5 Spuren und pro Spurwechsel: das nennt man hier fließenden Verkehr. Trotz Sand, 5000 Touristen täglich, Kamelen und Kleingewerbe überall, sind Pyramiden und Sphinx sehr beeindruckend. Dann kommt es doch, wie es kommen muss: Wir werden in eine Parfümerie abgeschleppt und haben größte Mühe uns aus der arabischen „Gastfreundlichkeit“, spricht ohne allzu viel zu kaufen zu befreien. Montags scheinen die 5000 Touristen dann im Ägyptischen Museum zu sein. Vollgestopft mit bis zu 5000 Jahre alter Geschichte finden wir dann die Totenmaske von Tutanchamun . Grabbeigaben, wie Bumerangs hätten wir allerdings eher in Australien und Klappstühle und –betten eher in der Neuzeit vermutet. Interessant, was die alten Ägypter für das zweite Leben ihren Königen so alles mit auf den Weg gegeben haben.
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