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Flightdetails

Departure: PANC
T/O Time: 1904Z
METAR: 150/07KT 10SM FEW010 SCT034 BKN060 OVC130 A2982 ILS07L

ARRIVAL: CYPR
LDG Time: 2339Z
METAR: 260/05KT 220V229 +9SM OVC055 12/8 A3023

GC Dist.: 747 NM
Dist. Flown: 772 NM
TOTAL Time: 0435

Prince Rupert


Die Landebahn in Prince Rupert liegt etwas verlassen. Vancouver Center gibt uns frei für den ILS Approach und reicht uns weiter an Terrace Radio (einer Station, fernab des Flugplatzes). Einen Parkplatz müssen wir uns selbst suchen, was aber bei dem großzügigen Platzangebot kein Problem ist.

Auf die Frage nach Customs bekommen wir die Auskunft: wenn in wenigen Minuten niemand auftaucht, sollen wir das Flugzeug verlassen. Da fragen wir doch sicherheitshalber noch einmal per Satellitentelefon bei Customs nach. Der Customs hat keine Zeit für uns. Stattdessen müssen wir eine übermittelte Referenznummer auf einen Zettel schreiben, den wir in den Pass legen sollen. Fertig – wir sind nach Canada eingewandert.

Zweite Überraschung: entgegen unseren Planungsunterlagen gibt es auf diesem Flugplatz kein AVGAS. Zum Glück hatte sich der Tankwart in Anchorage verhört und unsere Maschine bis zum Stehkragen gefüllt. Die Restmenge von 250 Litern gibt uns einen genügend großen Aktionsradius.

Aller guten Dinge sind drei: Prince Rupert Airport liegt auf Kaien Island – der Airport dagegen auf Digby Island. Eine Verbindung per Brücke existiert nicht; lediglich zweimal am Tag verkehrt eine Fähre mit Bus und Gepäcktransporter für eine Regionalmaschine der Air Canada. Morgens um 8:30 und abends um 8:00. Uns bleibt nichts anderes übrig, als bis abends zu warten und uns unauffällig unter die Passagiere zu mischen.

„Erzählt, es hat andauernd geregnet, denn wir haben einen Ruf zu verlieren“. Ausgerechnet in der regenreichsten Region Kanadas haben wir strahlenden Sonnenschein. Hatten wir gedacht in Alaska in der Wildnis angekommen zu sein, so haben wir uns wohl geirrt. Ein wahres Paradies für Wildtiere ist der 44300 Quadratkilometer große Khutzeymateen Nationalpark, das einzige Grizzlybären Schutzreservoir. Sicher vor Jägern „weiden“ sie an den Ufern der Fjorde. 80% ihrer Nahrung ist vegetarischen Ursprungs. Ganz leise und mit viel Geduld kann man vom Boot aus einige dabei beobachten.
Weißkopfseeadler dagegen gibt es hier fast so zahlreich, wie Möwen. Sie jagen dann auch gemeinsam nach Fisch. Lachs und Heilbutt gibt es in solchem Überfluss, dass sich sogar noch eine Gruppe Orcas  zur Abendmahlzeit einfindet.

 
Datum Ziel