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Flightdetails

Departure: WALL
T/O Time: 2311Z
METAR: 360/4KT 9KM NIL FEW022 25/24 Q1009

ARRIVAL: RPLL
LDG Time: 0556Z
METAR: 280/8KT RW24 3000 HZ FEW023 33/27 Q1009

GC Dist.: 978 NM
Dist. Flown: 1104 NM
TOTAL Time: 0645

Manila


Die Wetterbedingungen für den Weiterflug sind günstig. Nachmittags werden für den Raum Manila die üblichen Gewitter vorhergesagt.  Überraschend stellt man aber unsere Einfluggenehmigung zu den Philippinen in Frage. Wegen des Wochenendes und des Unabhängigkeitstages soll ein Neuantrag 2-3 Tage Zeit dauern. Andrew Rudd von der FSI in Karlsruhe schafft es schließlich die Verlängerung der Genehmigung zu bekommen. Gegen 2 Uhr nachts erhalten wir die gute Nachricht, dass wir pünktlich um 07:00 Uhr Lokalzeit starten können.


Der Tag erwacht über dem endlosen Dschungel von Borneo. Im Norden der Insel passieren wir den Mount Kinabalu, den mit 4095 Metern höchsten Berg in der ASEAN Region. Vorbei an zahlreichen Inseln und Atollen erreichen wir Manila. Die Funkverbindung zu den Lotsen ist dieses Mal weitgehend problemfrei und auf weiten Strecken unterliegen wir der Radarkontrolle. Wir landen gerade rechtzeitig bevor sich ein 20 NM nördlich stehender CB breit macht und den nächsten Tag über heftigen Niederschlag produziert.

Das CIQ (Customs, Immigration and Quarantine) in Manila ist relativ schnell erledigt. Der nachfolgende Rollvorgang zum Parkplatz im nördlichen Teil des Flughafens ist weitaus komplexer. Wir müssen für die 7 km Rollstrecke insgesamt vier unterschiedliche Ground Frequenzen rufen, um die jeweiligen Teilfreigaben  zu erhalten.
Am Ende der Rollstrecke empfängt uns Joy Roa herzlich in seinem Hangar. Joy ist selbst zweimaliger Weltumrunder und betreibt am Internationalen Flughafen von Manila ein luftfahrttechnisches Unternehmen für Jets und Helikopter. Ferner produziert er eine interessante Sendereihe über Flugabenteuer in aller Welt. Den Kontakt zu Joy verdanken wir unseren Freunden vom indonesischen Luftsportverband. Für die kommenden Nächte findet unsere Cessna in Joys Hangar ihren Parkplatz. Vielen Dank an Joy Roa für die großartige Gastfreundschaft und die interessanten Flieger-Geschichten am Abend.

 
Manila – eine moderne Großstadt mit Relikten aus einer bewegten Landesgeschichte. Den historischen Kern bildet Intramuros. Ein Zeugnis spanischer Baukunst aus dem 17. – 19. Jahrhundert. Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit führen unsere Schritte bald zum Manila Hotel, eines der drei großen alten Hotels kolonialer Vergangenheit in Südostasien. Tee Time in gediegener Atmosphäre bei Kammermusik versetzen uns in ein anderes Jahrhundert.

Es ist Nationalfeiertag – so bleibt uns der normalerweise chaotische Großstadtverkehr an einem Montag erspart. Allgegenwärtig sind allerdings die chromblitzenden und bunt dekorierten „Jeepneys“. Überbleibsel aus der amerikanischen Besatzungszeit. Fahrgestell und Aufbau verlängert, bieten sie Platz für 16 (und mehr) Passagiere und bilden den größten privaten Verkehrsbetrieb ohne Tickets und Fahrplan. Das jeweilige Fahrziel ist an der Windschutzscheibe angebracht. So werden täglich Hunderttausende unkompliziert transportiert.

 
Datum Ziel